About

Hi ich bin Nina Fabert Materialdesignerin aus Berlin. ZVNDER gründete ich 2017 aus meiner weiterentwickelten Masterarbeit im Bereich Textil- und Flächendesign. Seitdem gestalte ich auf Basis umfassender Materialstudien zum Zunderschwamm innovative, nachhaltige Werkstoffe und künstlerische Objekte. Mit meinem fundierten Design- und Forschungshintergrund verbinde ich traditionelle Verarbeitungstechniken mit zeitgemäßer Materialentwicklung.
Für das Projekt erhielt ich 2015 das Nachwuchsstipendium der Elsa-Neumann-Stiftung. 2018 wurde ZVNDER für den German Design Award nominiert.
Im Anschluss daran entstand eine enge Zusammenarbeit mit einem traditionellen Familienbetrieb in Osteuropa, der über ein sehr seltenes und kaum noch vorhandenes Wissen zur Herstellung des Materials verfügt. Dieses Handwerk wurde über Generationen weitergegeben und ist heute nur noch wenigen vertraut. Der Erhalt dieser wertvollen Tradition ist ein zentraler Bestandteil des Projekts.
Die Arbeiten von ZVNDER wurden bereits im Gropiusbau und im Berliner Futurium in der Ausstellung MIND THE FUNGI gezeigt. Aktuell ist das Projekt Teil der Sonderausstellung „FASZINATION PILZE – Geheimnisvolle Alleskönner“ im Barnim Panorama (bis Februar 2026). Außerdem war ZVNDER im Deutschen Pavillon „Wa! Germany“ auf der Expo 2025 in Osaka Expo 2025 in Osaka vertreten – einer weltweit einzigartigen Plattform, die es ermöglicht, das nachhaltige Materalkonzept aus Zunderschwamm einem internationalen Publikum vorzustellen und innovative Lösungen für die Kreislaufwirtschaft zu präsentieren.

 

From Transylvania

Bei ZVNDER hat die Qualität der Materialien oberste Priorität. Deshalb arbeite ich eng mit lokalen Familien aus der Region Transsylvanien zusammen, die ihr traditionelles Handwerk seit den 1850er Jahren pflegen und ihr wertvolles Wissen von Generation zu Generation weitergeben. Diese handwerkliche Tradition ist heute kaum noch vorhanden und wird zu Recht als kulturelles Erbe betrachtet, dessen Erhalt für mich ein zentrales Anliegen ist.
Transsylvanien, auch Siebenbürgen genannt, liegt im Herzen Rumäniens und zeichnet sich durch ursprüngliche Waldgebiete und ein reiches Vorkommen an Zunderschwämmen aus. Die Fruchtkörper der Baumpilze werden mit großer Sorgfalt geerntet, wobei auch die Bäume über Jahre hinweg gepflegt werden, um das ökologische Gleichgewicht und den Erhalt der Pilzart sicherzustellen.

Im gesamten Herstellungsprozess von „FUNGISKIN“ kommen keine Chemikalien zum Einsatz. Selbst die anfallenden Reststoffe können weiterverwendet werden, beispielsweise als Räucherware in der Bienenzucht – ein nachhaltiger Umgang, der die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt.

To Berlin

Im Berliner ZVNDER-Studio werden die FUNGISKINs zu handgefertigten Produkten weiterverarbeitet. Die Fertigung eines Produkts richtet sich immer nach den jeweiligen Besonderheiten der FUNGISKINs. Da jedes Stück FUNGISKIN einzigartig in Form, Farbe, Haptik und Materialstärke ist, heißt es bei ZVNDER - Form Follows Material. Die FUNGISKINs werden für jedes Produkt daher sorgfältig ausgewählt. Neben dem geringen Materialverbrauch wird auch der Materialausschuss möglichst vollständig verwertet. Die Reste der FUNGISKINs können zu FUNGI-Fasern verarbeitet werden. Diese eignen sich beispielsweise für die Herstellung von Papier und Vlies. Einige Materialeigenschaften werden den Produktansprüchen angepasst, z.B. um das absorbierende Zunderschwamm-Material vor Nässe zu schützen und es strapazierfähiger zu machen. Dafür kommen neben Baumwolltextilien und Holztextilien auch verschiedene Beschichtungen zum Einsatz.